Wissenswertes zu Buchhaltung und Steuern

  • Freibetragsgrenze für steuerfreies Einkommen
    Die Grenze für steuerfreies Einkommen betrug 2017 8.820 Euro, 2018 neu 9.000 Euro. Der Eingangssteuersatz liegt bei 14%.
  • Die sogenannte "Übungsleiterpauschale" liegt bei 2.400 Euro, die Ehrenamtspauschale bei  720 Euro. Vereine Achtung: die Anwendung beider Pauschalen muss satzungsbasiert sein, d.h., die Anwendung muss in der Satzung ausdrücklich eingeräumt sein.
  • Investitionsabzugsbetrag
    Ein Investitionsabzugsbetrag darf nicht nur für neue, sondern für alle beweglichen Wirtschaftsgüter gebildet werden. Allerdings müssen diese dann für mindestens ein volles Wirtschaftsjahr zu mehr als 90% rein betrieblich genutzt werden.
    Anschaffungskosten können darüber hinaus nur noch linear, also in gleich bleibenden Raten über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden.
  • 2 Varianten für die Absetzbarkeit von geringwertigen Wirtschaftsgütern (GWG) und Abschreibung
    GWG-Grenze (vormals bei 410 Euro) ab 01.01.2018 800 Euro, Anschaffungen über 800 Euro werden nach AfA-Tabelle abgeschrieben. 
  • Absetzbarkeit der Kosten für das häusliche Arbeitszimmer
    Die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer müssen grundsätzlich als Betriebsausgaben (bei Selbstständigen und Unternehmern) oder Werbungskosten (bei Arbeitnehmern) anerkannt werden, wenn kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Die jährliche Obergrenze der angesetzten Kosten liegt bei 1.240 Euro pro Jahr.
  • Kosten der verbindlichen Finanzamtsauskunft
    Die Finanzämter wurden verpflichtet, Steuerpflichtigen vorab verbindliche Auskünfte in bestimmten Rechtsfragen zu erteilen. Diese Auskünfte sind jedoch gebührenpflichtig. Aber Achtung: Diese Kosten sind nicht steuerlich absetzbar!
  • Immer wieder Mehrwert-, Umsatz- und Vorsteuer
    1. Ob jemand Umsatzsteuer abführen muss oder nicht, entscheidet sich nach wie vor an den persönlichen Verhältnissen desjenigen, der die Rechnung stellt, nicht an den Verhältnissen des Kunden!
    2. Viele kennen sich mit der Kleinunternehmerregelung nicht aus. Kommunizieren Sie das Thema daher bei jeglichen Preisverhandlungen und klären Sie, ob über Brutto- oder Nettopreise gesprochen wird.
    3. Wer die Umsatzgrenze von 17.500 Euro (Kleinunternehmerregelung) überschreitet, muss selbst darauf achten, dass er sofort ab dem folgenden Januar umsatzsteuerpflichtig wird.
  • Gültige Vorschriften für Rechnungslegung
    In allen Rechnungen (über 250 Euro!) muss enthalten sein:
    • Adresse des Leistungserbringers/-empfängers
    • Rechnungsdatum
    • die Steuernummer bzw. alternativ auch die
      Umsatzsteueridentifikationsnummer (UStID) des Leistungserbringers
    • der genaue Leistungs-/Lieferungsgegenstand
    • der genaue Leistungszeitpunkt/-zeitraum
    • eine fortlaufende Rechnungsnummer
    • wenn mit USt.: Nettobetrag, MwSt.-Satz (7%/19%), MwSt.-betrag, Bruttobetrag
    • wenn Kleinunternehmerregelung: nur Zahlbetrag (Brutto) und Bemerkung: Die Rechnung enthält keine USt gemäß § 19 Abs. 1 UStG; Datum als Zahlungsziel (evtl. "harte Tour": "sofort, ohne Abzug")
      (Liegt ein Vertrag/anderweitige Abrechnungsgrundlage vor, dann kann diese nur dann eine zusätzliche Rechnung ersetzten, wenn wirklich alle Angaben, die in einer Rechnung enthalten sein müssen, aufgeführt sind. Ansonsten ist eine Rechnung zusätzlich zum Vertrag zu stellen.
      Bei Kleinbetragsrechnung/ Barquittungen unter 250 Euro reicht Name und Anschrift des Leistungserbringers, Name des Empfängers, Leistungsgrund und -zeitpunkt, Zahlbetrag und ggf. MwSt.-Satz.)
  • Besteuerung ausländischer KünstlerInnen
    Kleinere Engagements bleiben steuerfrei. Die  Freigrenze pro Auftritt eines Künstlers liegt bei 250 Euro. Ab 251 Euro erfolgt eine gestaffelte Besteuerung.