Wichtiges rund um die KSK

  • Aktuelle Beitragssätze 2018

      Rentenversicherung   18,6%
      Krankenversicherung 14,6% + ggf. Zuschlag
      Pflegeversicherung      2,55% bzw. 2,8% für Kinderlose

      Künstlersozialabgabe 4,2% (gegenüber 4,8% in 2017)

  • Verstärkte Prüfungen durch die KSK bei Versicherten und Auftraggebern

    Die KSK prüft Versicherte hinsichtlich Zusammensetzung und Höhe des Einkommens kontinuierlich. Bitte denken Sie daran: Korrekte Einkommens-schätzungen und -meldungen stabilisieren das System der Künstlersozialversicherung!
    Verwertende Unternehmen/Auftraggeber werden durch die Deutsche Rentenversicherung geprüft, insbesondere im Rahmen der turnusmäßigen SV-Betriebsprüfungen alle 5 Jahre.  
    Wir stehen zur Verfügung für weitere Informationen und vertreten sowohl Versicherte als auch Unternehmen bei Klärungsbedarf und in laufenden Meldeverfahren.

  • Unterschreiten der Mindesteinkommensgrenze

    Die Versicherung bei der KSK endet, wenn das gemeldete (tatsächliche) Einkommen außerhalb der Berufsanfängerzeit (3 Jahre) die Mindesteinkommensgrenze von 3.900 Euro nicht übersteigt.
    Darüber hinaus bleibt eine bestehende Versicherungspflicht erhalten, solange die Mindestgrenze nicht mehr als zweimal innerhalb eines Sechsjahreszeitraumes unterschritten wird. Das schafft Erleichterungen bei schwankenden Einkommenssituationen bzw. in Investitionsphasen.

    (Stand 01/2018)

Arbeitslosenversicherung für Selbstständige

Die freiwillige Arbeitslosenversicherung bleibt möglich. Wer in den letzten zwei Jahren vor Gründung mindestens zwölf Monate Pflichtbeiträge zur Arbeitslosenversicherung (AlV) gezahlt hat, kann sich gegen Arbeitslosigkeit freiwillig weiterversichern. Der Antrag muss bei der Arbeitsagentur gestellt werden.
Existenzgründer zahlen bis zum Ende des 1. vollständigen Kalenderjahres nach der Gründung nur 50% der Beiträge.

Das Arbeitslosengeld, das Selbstständige dafür erhalten, wird am Durchschnittseinkommen der jeweiligen individuellen Qualifikationsgruppe bemessen Das tatsächliche Einkommen wird nur herangezogen, wenn der Selbstständige in den letzten zwei Jahren mindestens 150 Tage abhängig beschäftigt war. Gezahlt wird das Arbeitslosengeld 6 bis 12 Monate lang; über 55 Jahre bis zu 18 Monate.
(Stand 01/2017)

Versicherungen – Unfall, Berufs- und Erwerbsunfähigkeit, Altersvorsorge

Versicherungsschutz für Sie persönlich:

  • Berufsgenossenschaft (BG) - gesetzliche Unfallversicherung.
  • Die gesetzliche Unfallversicherung ist tatsächlich auch für viele Selbstständige Pflicht, für andere (z.B. bei Berufsbildern, die der Verwaltungs BG zugeordnet sind) ist sie freiwillig. Für den Fall von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten ist die Versicherung aber allemal sinnvoll, für Kreative leider nicht mehr ganz so preiswert wie in den vergangenen Jahren (neuer Gefahrtarif).
    Achtung: auch nebenberuflich Selbstständige sind ggf. pflichtversichert. Eine rückwirkende Versicherung (sprich Zahlung) tritt allerdings nicht ein.

  • Berufsunfähigkeit
    Waren Sie am 01.01.2001 noch nicht älter als 40? Dann müssen Sie für den Fall der Berufsunfähigkeit selber vorsorgen. Die BU-Renten wurden durch die sogenannten Erwerbsminderungsrenten ersetzt, die in keinem Fall reichen dürften. Außerdem dürfen alle Personen des Geburtsjahres 1961 oder jünger vor Bewilligung einer derartigen Rente auf jegliche andere Tätigkeiten ohne Berücksichtigung von Ausbildung, Qualifikation oder Status verwiesen werden. Der Fall der EU/BU ohne Verweisungsrecht ist nur über eine private Versicherung abzusichern.

  • Riesterrente besser als ihr Ruf!
    Die Riesterrente ist insbesondere für Geringverdiener (auch AlG I+II) oft die einzige Chance, etwas für die zusätzliche private Altersvorsorge zu tun. Geringer Eigenbeitrag und staatliche Zuschüsse für den versicherten selbst und für jedes Kind, dazu seit Kurzem vereinfachte Bearbeitung, Pfändungssicherheit (z.B. Hartz IV) sind nicht zu verachtende Kriterien.

    (Stand 3/2017)