Der Gründerzuschuss nach AlG I ist grundsätzlich möglich. 

  • Es besteht kein an den AlG I-Anspruch gebundener Rechtsanspruch (Ermessensentscheidung).
  • Restanspruchsdauer AlG I von mindestens 150 Tagen ist erforderlich.
  • Förderphase I: sechs Monate (GRZ in Höhe AlG I + 300 € SV-Ausgleich)
  • Förderphase II: neun Monate (noch einmal 300 € SV-Ausgleich) - aktive Beantragung isterforderlich.

Der Gründerzuschuss wird vorzugsweise Personen gewährt, die auf dem 1. Arbeitsmarkt (als Angestellte) nicht gut vermittelbar sind. Wenn es in Ihrem Bereich keine festen Jobs gibt, gut. Problematisch könnte es werden, wenn Ihr Beruf nachgefragt ist, Sie aber trotzdem lieber selbstständig wären und / oder wenn es (statistisch) in Ihrem Arbeitsfeld schon sehr viele (u.U. wirtschaftlich erfolglose) Selbstständige gibt. 
Da hilft demArbeitberater aber ein gutes und überzeugendes Unternehmenskonzept als Entscheidungsgrundlage.
(ergänzend: siehe auch Förderung von Beratungsleistungen durch die Arbeitsagentur!)

Jede Zuschussentscheidung ist eine Einzelfallentscheidung auf der Basis pflichtgemäßen Ermessens.

 

Stand 05/2021

Gründern mit vorhergehendem AlG II-Bezug steht das sogenannte Einstiegsgeld (Antrag über Jobcenter) zur Verfügung (i. d. R. +ca. 50 % des Regelbedarfes). Auch hier muss ein qualifiziertes Unternehmenskonzept einschließlich Finanzplan erstellt werden (Unterstüzung für die Erstellung gibt es z. B. bei uns!).
(ergänzend: siehe auch Förderung von Beratungsleistungen über das Jobcenter!) 

Das Einstiegsgeld kann 6 – 24 Monate gewährt werden, die Entscheidung über die gewährte Dauer wir einmalig, am Anfang der Förderphase getroffen. das Einstiegsgeld bleibt unabhängigvom Verlauf der Gründung immer anrechnungsfrei erhalten wie bewilligt. 
U. U. können von den Jobcentern Investitionskostenzuschüsse bis 5.000 € gewährt werden (Zuschuss und / oder zinsloses Darlehen - Handhabung unterschiedlich).

 

Stand 05/2021

 

Gibt es z. Zt. praktisch keine mehr, evtl. möglich bei Gründung von Frauen im ländlichen Raum oder regionalspezifische Strukturförderprogramme, nachzufragen bei den regionalen Ämtern für Wirtschaftsförderung oder bei uns..

 

(Stand 5/2021)

Bei allen Existenzgründungsförderungen wird Wert auf den Nachweis kaufmännischen Grundwissens gelegt. Das können Sie z. B. mit bestätigten Seminar- bzw. Coachingteilnahmen (Zertifikate/ Teilnahmebescheinigungen) etc.. dokumentieren. Ggf. wird eine spätere weitere Qualifizierung im Bereich Buchhaltung / Steuern empfohlen. Entsprechende branchenspezifische Seminarangebote finden Sie u. a. in unserem Seminarkalender.

 

(Stand 08/2021)

  1. Wer bin ich? – Person des Selbstständigen
    (persönliche, kaufmännische, unternehmerische und fachliche Kompetenzen / Voraussetzungen)
  2. Was genau will ich tun / anbieten? – Unternehmensgegenstand
    (Produkt- bzw. Dienstleistungsidee beschreiben. Wofür werde ich bezahlt? Welches Problem wird gelöst?)
  3. Für wen will ich es tun? – Zielgruppe
    (Wer will, braucht, kauft es, wer hat welchen Nutzen?)
  4. Wie bringe ich Angebot und Kunden zusammen? – Marketing
    (Produnkt- und Preisgestaltung, Standort, Distribution, Wettbewerb, Kommunikation)
  5. Unter welchen Bedingungen will ich arbeiten? – Unternehmensstruktur
    (Rechtsform/ Geschäfts- und Kooperationspartner/ ggf. Mitarbeiter, externe Unterstützer)
  6. Finanzplanung
    6.1. Kapitalbedarfs – und Finanzierungsplanung
    (Materielle Voraussetzungen – Arbeitsmittel, nötige finanzielle Ressourcen?)
    6.2. Rentabilitätsvorschau für 3 Jahre
    (kalenderjährliche Planung: Einnahmen – berufliche Ausgaben = Gewinn / Verlust)
    6.3. Rentablitätsvorschau für die ersten 6 Monate
    (monatliche Feinplanung: Einnahmen – berufliche Ausgaben = Gewinn / Verlust)

Im Vorfeld des Schrittes in die Selbstständigkeit können Sie die Angebote Ihrer Ausbildungseinrichtungen, der regionalen Ämter für Wirtschaftsförderung sowie der Berufs- und Branchenverbände nutzen.

Seminarangebote von KREACON finden Sie hier.

Existenzgründungsberatungen sind fast überall förderfähig über die Arbeitsagenturen und Jobcenter oder die Förderprogramme der jeweiligen Bundesländer.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.​​​​​​​