• Aktuelle Beitragssätze 2021
    Rentenversicherung 18,6 %
    Krankenversicherung 15,2 bzw. 14,6 % 
    Pflegeversicherung 3,05 % bzw. 3,3 % für Kinderlose

    Arbeitslosenversicherung (bei Angestellten) sinkt auf 2,4 %

    Verstärkte Prüfungen bei Versicherten und Auftraggebern: 

    Die KSK prüft Versicherte hinsichtlich Zusammensetzung und Höhe des Einkommens kontinuierlich. Bitte denken Sie daran: Korrekte Einkommensschätzungen und -meldungen stabilisieren das System der Künstlersozialversicherung!

    Bitte beachten: Auch selbst über die KSK verichterte Künstler, die regelmäßig Leistungen anderer Kollegen in Anspruch nehmen, unterliegen der Abgabepflicht!
     
  • Unterschreiten der Mindesteinkommensgrenze
    Die Versicherung bei der KSK endet, wenn das gemeldete (tatsächliche) Einkommen außerhalb der Berufsanfängerzeit (3 Jahre) die Mindesteinkommensgrenze von 3.900 € nicht übersteigt. Darüber hinaus bleibt eine bestehende Versicherungspflicht erhalten, solange die Mindestgrenze nicht mehr als zweimal innerhalb eines Sechsjahreszeitraumes unterschritten wird. Das schafft Erleichterungen bei schwankenden Einkommenssituationen bzw. in Investitionsphasen.

    Wir stehen zur Verfügung für weitere Informationen und vertreten Sie auch gegenüber der KSK bei Klärungsbedarf und in laufenden Prüf- und Meldeverfahren.

Achtung Sonderregel 2020 und 2021: Bei Einkommensprüfungen bleiben die Jahre 2020 und 2021 hinsichtlich des Erreichens des Mindesteinkommens außer Betracht und von Juli - Dezember 2021 darf der Zuverdienst aus nichtkünstlerischer Tätigkeit bis maximal 1.299 € betragen. 

Stand 08/2021

 

Der Künstlersozialabgabesatz bleibt bei 4,2 %.

Die Anmeldung der Honorare für Kreativleistung ist jährlich nachträglich, jeweils bis zum 30.04. fällig. 

Verwertende Unternehmen / Auftraggeber werden durch die Deutsche Rentenversicherung geprüft, insbesondere im Rahmen der turnusmäßigen SV-Betriebsprüfungen alle 5 Jahre.  
Wir stehen zur Verfügung für weitere Informationen und vertreten bei Klärungsbedarf und in neuen und laufenden Meldeverfahren.

 

 

Stand 06/2021

Die freiwillige Arbeitslosenversicherung bleibt möglich. Wer in den letzten zwei Jahren vor Gründung mindestens zwölf Monate Pflichtbeiträge zur Arbeitslosenversicherung (AlV) gezahlt hat, kann sich gegen Arbeitslosigkeit freiwillig weiterversichern. Der Antrag muss bei der Arbeitsagentur gestellt werden.

2021 belaufen sich die Beiträge gewinnunabhängig auf 78,96 € (W) bzw. 74,76 € (O).
Existenzgründer zahlen bis zum Ende des 1. vollständigen Kalenderjahres nach der Gründung nur 50% der Beiträge, also 39,48 (W) und 37,38 (O).

Das Arbeitslosengeld, das Selbständige dafür erhalten, wird am Durchschnittseinkommen der jeweiligen individuellen Qualifikationsgruppe bemessen Das tatsächliche Einkommen wird nur mit herangezogen, wenn der Selbständige in den letzten zwei Jahren mindestens 150 Tage abhängig beschäftigt war. Gezahlt wird das Arbeitslosengeld 6 bis 12 Monate lang; über 55 Jahre bis zu 18 Monate.

Stand 06/2021

Die Minijobgrenze von max. 450 € im Monat bzw. 5.400 € im Jahr bleibt erhalten, allerdings ist durch die Anhebung der Mindestlöhne die Arbeitszeit entsprechend zu reduzieren. Die Grenzen gelten für alle Minijobs zusammengerechnet!
Achtung: mindestens die Wochenarbeitszeit ist im AV zu vereinbaren. Ist nichts vereinbart, wird von einer Wochenarbeitszeit von 20h pro Woche ausgegangen, die dann zu vergüten ist.

Im regelmäßigen Minijob besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auf Urlaub.

Stand 01/2021

Die gesetzliche Unfallversicherung (branchenspezifische Berufsgenossenschaften) ist tatsächlich auch für viele Selbstständige Pflicht, für andere (z. B. bei Berufsbildern, die der Verwaltungs BG zugeordnet sind) ist sie freiwillig. Für den Fall von Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten ist die Versicherung aber allemal sinnvoll, für Kreative leider nicht mehr ganz so preiswert wie in den vergangenen Jahren (neuer Gefahrtarif).

Achtung: auch nebenberuflich Selbstständige sind ggf. pflichtversichert. Eine rückwirkende Versicherung (sprich Zahlung) tritt allerdings bisher nicht ein.

Private Unfallversicherungen leisten für private Unfälle und ggf. für berufliche Unfälle zusätzlich.

Waren Sie am 01.01.2001 noch nicht älter als 40? Dann müssen Sie für den Fall der Berufsunfähigkeit (BU) selber vorsorgen. Die BU-Renten wurden durch die sogenannten Erwerbsminderungsrenten ersetzt, die in keinem Fall reichen dürften. Außerdem dürfen alle Personen des Geburtsjahres 1961 oder jünger vor Bewilligung einer derartigen Rente auf jegliche andere Tätigkeiten ohne Berücksichtigung von Ausbildung, Qualifikation oder Status verwiesen werden. Der Fall der EU/BU ohne Verweisungsrecht ist nur über eine private Versicherung abzusichern. Kommt die BU durch einen Unfall zustande, leistet i. d. R. die Unfallversicherung.

Die Riester-Rente ist insbesondere für Geringverdiener (auch AlG I + II) oft die einzige Chance, etwas für die zusätzliche private Altersvorsorge zu tun. Geringer Eigenbeitrag und staatliche Zuschüsse für den versicherten selbst und für jedes Kind, dazu seit Kurzem vereinfachte Bearbeitung, Pfändungssicherheit (z. B. Hartz IV) sind nicht zu verachtende Kriterien. Voraussetzung ist die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Selbständige ohne Pflichtversicherung können die Rürup-Rente abschließen. Hier besteht die Förderung in Steuervorteilen während der Einzahlungsphase und der Möglichkeit von jährlichen Einmalzahlungen bei Bedarf.

Das Presseversorgungswerk hat Angebote für Beschäftigte und Freie bei Zeitungen und Zeitschriften.
Pensionskassen gibt es bei öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten für Freie.
Bei der Bayrischen Versorgungskammer können deutsche Bühnenangehörige zusätzliche Altersvorsorgeansprüche erwerben.

Ihre Privathaftpflichtversicherung greift bei Schadensersatzansprüchen im privaten Kontext. Passiert der Schaden in der Berufsausübung, benötigen Sie eine Berufshaftpflichtversicherung.
Führen Sie selbst Veranstaltungen durch, brauchen Sie ggf. eine Veranstalterhaftpflichtversicherung.
Bei eigenen Ausstellungen kann eine Ausstellungsversicherung sinnvoll sein. (Wird i. d. R. durch den Veranstalter der Ausstellung abgeschlossen.)

Weitere Sachversicherungen, die man als Selbstständiger in Erwägung ziehen kann, sind z. B. eine

  • Geschäftsversicherung (quasi die „Hausrat“ für Atelier, Büro oder Probenräume),
  • Glasversicherung bei Erfordernis,
  • Equipmentversicherung (Fotoausrüstung, Instrumente u.ä.) und Elektronikversicherung.

Suchen Sie unbedingt Rat bei einem Versicherungsanbieter, der sich mit Ihrem Berufsbild wirklich auskennt und machen Sie eine Kosten-/ Nutzenabwägung.